Kulturelle Wahrzeichen

Jeder, der durch Erding spaziert, ist zwangsläufig schon an ihnen vorbeigegangen. Einem alten Turm, einer gotischen Kirche oder an den letzten Resten unserer Stadtmauer – allesamt historische und kulturelle Wahrzeichen unserer Stadt. Oft werden sie nicht weiter beachtet, sie sind so selbstverständlich, stehen immer da. Wie viel Kultur und Geschichte diese Schätze schon erlebt haben, erkennt man oft erst beim näheren Hinsehen. Denn Erding hat so einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, die man als solche noch gar nicht richtig wahrgenommen hat.

Stadtturm

Stadtturm, Foto: ednetz
Foto: ednetz


Der Glockenturm der St. Johann Kirche am Schrannenplatz wurde im 14. Jahrhundert erbaut und ist somit das älteste Gebäude in Erding. Schätzungsweise um 1300 wurde der Bau des spätgotischen Turms begonnen. Die St. Johann Kirche hingegen wurde 1464 feierlich eingeweiht.

Inzwischen werden auch verschiedene Führungen im Stadtturm angeboten. Dazu gehören romantische Mondscheinführungen, faszinierende Lichterführungen sowie Führungen zum Glockenläuten und kulinarische Führungen. Mehr dazu unter erding-tower-tours.de.

Schöner Turm


Einst verfügte die Stadtmauer über vier Tortürme. Inzwischen gibt es nur noch einen dieser spätgotischen Türme und durch den kann man sogar immer noch durchfahren: Das ist der schöne Turm. Entstanden ist dieses Wahrzeichen der Stadt vermutlich um 1250, wurde aber im Laufe der Jahre mehrmals komplett umgebaut und wesentlich erneuert. Im Krieg wurde er teilweise völlig zerstört und musste dadurch zwangsläufig wieder neu erbaut werden. Die letzte Restaurierung fand erst kürzlich im Jahr 2013 statt.

Schöner Turm, Foto: ednetz / Simone Vinnbruch
Foto: ednetz / Simone Vinnbruch

Stadtmauer

Stadtmauer, Foto: ednetz / Simone Vinnbruch
Foto: ednetz / Simone Vinnbruch

Urkundlich erstmals erwähnt wurde die historische Erdinger Stadtmauer im Jahr 1494. Sie diente der Stadt zur Verteidigung, vor allem gegen den Bischof von Freising und sorgte sogar für den Schutz des Herzogs persönlich, wenn dieser auf seiner Reise zwischen Landshut und München in Erding übernachtete. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde sowohl die Stadtmauer als auch die Stadt selbst weitgehend zerstört.

Stadtmauer, Foto: ednetz / Simone Vinnbruch
Foto: ednetz / Simone Vinnbruch

Heute sind nur noch zwei Stücke des einstigen Mauerrings übrig. Das eine befindet sich an der Roßmayergasse, wo ein Durchgang in das Überbleibsel gebrochen wurde, damit die Innenstadt vom Alois-Schießl-Platz aus leichter zu erreichen ist. Der zweite Teil der übrig gebliebenen Mauer findet sich am Heilig-Geist-Hof, wo auch noch ein halbkreisförmiger Wehrturm steht.

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